WISSENSWERTES

Hier finden Sie Informationen aus erster Hand von gesetzlichen Bestimmungen bishin zu nützlichen Tipps zum Zusammenleben mit Tieren. Sind Sie als Tierbesitzer gut und richtig informiert, tragen Sie bereits sehr viel selber zur Gesundheit Ihres Lieblings bei.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Stöbern und hoffe ein bisschen Licht hinter so manche Unklarheiten gebracht zu haben. 

Ihre Tierärztin, Dr. Karin Kreinöcker 

Auslandsreisen mit Ihrem Haustier
Checkliste (für Hunde, Katzen, Frettchen)
  • Haben Sie einen gültigen Heimtierausweis (Anforderung zum Grenzübertritt auch innerhalb der EU)?
  • Besteht eine gültige Tollwutimpfung? Je nach Urlaubsland muss die Tollwutimpfung mindestens 21 Tage gültig sein bzw. ist eine Antikörpertiter-Bestimmung (Bluttest) notwendig.
  • Hat Ihr Tier einen gültigen Chip?
  • Ist Ihr Tier ausreichend gegen Parasiten geschützt? Wichtig: Besonders in Mittelmeerländern ist ein lückenloser repellierender (abwehrender) Insektenschutz zu empfehlen, da es v.a. durch Sandmücken zur Übertragung von lebensbedrohlichen Infektionskrankheiten kommen kann. Einige Mitgliedsstaaten verlangen einen tierärztlichen Eintrag der Entwurmung im Heimtierausweis.

Unter folgenden Links von ÖAMTC und Bundesministerium für Gesundheit finden Sie detailliertere Informationen zu den einzelnen Bestimmungen in den verschieden Ländern und nützliche Hinweise:

https://www.oeamtc.at/thema/reiseplanung/mit-dem-hund-auf-reisen-16182230

https://www.bmgf.gv.at/home/Gesundheit/Reiseinformationen/Auslandsreisen/Reisen_mit_Heimtieren_ins_Ausland

 

Tipps

  • Das Tier sollte an längeres Autofahren gewöhnt sein. Hitze und Staus vermeiden und alle 2-3 Stunden eine Pause einplanen.
  • Gewohntes Futter mitnehmen, da es bei raschen Futterumstellungen zu Durchfall kommen kann.
  • Vor Reiseantritt nur eine kleine Portion füttern.
  • Sicherung im Auto mittels Box oder Netze gewährleisten.
  • Die eigene Liegedecke trägt zum Wohlbefinden Ihres Vierbeiners in der neuen Umgebung bei.
  • Am Meer: Sind Hunde am Strand erlaubt? Hitze, Salzwasser und heißer Sand können gesundheitliche Probleme verursachen.
  • In den Bergen: Wanderrouten sollten an die Kondition des Hundes angepasst sein.
  • Beachten Sie die Beißkorb-, Leinen- und Hundeführerscheinpflicht innerhalb Österreichs und auch im Ausland. Informationen erhalten Sie bei der zuständigen BH/Magistrat.
  • Erkundigen Sie sich schon vor Reiseantritt über die tierärztliche Versorgung am Reiseziel. 

 

Wir stellen Ihnen gerne eine Reiseapotheke für Ihren Liebling zusammen!

Gute Reise und erholsame Urlaubstage!

 

 

Chip- und Registrierpflicht

In Österreich müssen auf Grund der Novelle des Tierschutzgesetzes vom 11. Jänner 2008 alle Hunde seit 01.Jänner 2010 mit einem Mikrochip gekennzeichnet und in der Heimtierdatenbank registriert werden. Welpen sind spätestens mit einem Alter von drei Monaten, auf jeden Fall aber vor der ersten Weitergabe mittels Mikrochip zu kennzeichnen und binnen eines Monats zu melden.

 

Nur Tierärzte dürfen das Chippen durchführen. Ein isozertifizierter Mikrochip (Transponder) wird an der linken Halsseite mittels Kanüle unter die Haut eingesetzt. In den meisten Fällen übernimmt der Tierarzt auch die Registrierung für Sie (kostenpflichtig).

Weitere Registrierungsmöglichkeiten sind:

  • Eigenregistrierung durch den Halter (mit aktivierter Bürgerkarte; kostenlos)
  • Meldung über die zuständige BH/Magistrat (kostenpflichtig)
  • Manche Gemeinden haben ebenfalls Zugang zur Heimtierdatenbank

Tipp: Die Registrierung ist Pflicht. Bitte überprüfen Sie in der Heimtierdatenbank ob Ihr Hund schon registriert ist.

Weitere Informationen und Details zur Registrierung bzw. die Datenbanken für Abfrage der Mikrochippnummer finden Sie unter folgenden Links:

http://www.petcard.at

https://www.animaldata.com

https://www.bmgf.gv.at/home/Service/FAQ_Haeufige_Fragen_/Chip_Pflicht_Kennzeichnung_und_Registrierung_von_Hunden

Die Registrierung in der Heimtierdatenbank ersetzt nicht die verpflichtende Meldung auf der Gemeinde!

Welches Futter ist das beste?

Egal ob Sie einen Züchter, Hundetrainer, Bekannten oder auch einen Tierarzt fragen, Sie werden vermutlich immer eine andere Antwort erhalten und jeder wird von seinem Futter überzeugt sein! Bei all den gut gemeinten Ratschlägen darf man aber nicht vergessen: Das Futter muss dem eigenen Tier schmecken, gut vertragen werden und für den jeweiligen Alltag des Tierbesitzers geschaffen sein. Auch ich möchte hier niemandem vorschreiben, welches Futter das bessere sei. Eine Hilfestellung für die Auswahl eines hochwertigen Futters soll Ihnen aber helfen eine alltagstaugliche und gesunde Fütterungsart zu finden.

 

BARFen (Biologisch artgerechte Rohfütterung)

Ohne Zweifel die artgerechteste Fütterungsform und vor allem für Tierbesitzer geeignet, die das Vertrauen in die Futtermittelindustrie verloren haben. Leider nicht für jeden umsetzbar, denn man muss sich vorher gut über eine ausgewogene Rezeptur informieren, damit es zu keiner Fehlernährung kommt. Auch die Beschaffung und die Verarbeitung der Zutaten erfordert einen gewissen Aufwand. Die Industrie hat sich natürlich schon auf diesen Trend eingestellt und Sie können bei verschiedenen Herstellern die fertigen Portionen einfach bestellen. Eine professionelle Beratung und die Einhaltung fütterungshygienischer Aspekte sollten die Voraussetzung für eine gesunde Ernährung sein und dem BARFen steht nichts im Weg.

 

Kommerzielles Futter (Dosen- und Trockenfutter)

Die entscheidenden Kriterien ob Nass- oder Trockenfutter sind die Akzeptanz des Tieres und die Vorliebe des Tierbesitzers. Zu beachten ist hier die Zusammensetzung des Futters. Entscheidet man sich für ein hochwertiges Futter, kann man sich sicher sein, dass Ihr Liebling optimal versorgt ist.Die Inhaltsstoffe werden in der Reihenfolge nach Menge im Futter aufgelistet, d.h. von dem Inhaltsstoff der an erster Stelle steht, sollte am meisten einhalten sein. Fleisch sollte der Hauptbestandteil sein, nicht Getreide! Vertrauensvolle Futterhersteller weisen die einzelnen Komponeneten meist in Prozent aus und geben die einzelnen Fleischsorten genau an. Tierische oder pflanzliche Nebenprodukte sind oft minderwertig und sollten nicht enthalten sein. Getreide, Reis oder Mais sollten keinesfalls an erster Stelle stehen und höchstens in kleinen Mengen enthalten sein. Farb- und Aromastoffe sind unnötig. Hunde und Katzen sind hauptsächlich Fleischfresser und brauchen deshalb kein Getreide - Ihr Verdauungssystem ist gar nicht darauf ausgerichtet! Diese Bestandteile können zu gesundheitlichen Problemen und Krankheiten wie Übergewicht und Diabetes führen.

Für welche Marke Sie sich dann entscheiden, hängt wiederum von der Akzeptanz, der Erhältlichkeit und vom Preis ab. Hochwertige Futtermittel sind teurer, aber Achtung: Nur weil ein Futter teurer ist, muss es nicht hochwertiger sein!

Wie sehe ich ob ein Futter gut vertragen wird?

Ein glänzendes Fell, gesunde Haut ohne viel Schuppen, angenehmer Geruch, feste Kotkonsistenz und keine übermäßigen Blähungen sind ein Zeichen, dass Ihr Vierbeiner das Futter gut verträgt.

Am besten Sie nehmen sich einmal etwas Zeit und vergleichen unterschiedliche Anbieter, damit Sie das BESTE FUTTER FÜR IHREN LIEBLING finden.

Sollten Sie dazu noch Fragen haben, beraten wir Sie natürlich gerne!

Ihr Tier hat Gift aufgenommen?!
Das Wichtigste vorweg

Ihr Tier hat Gift aufgenommen – was mache ich als Tierbesitzer?

  1. Tierarzt kontaktieren
  2. Welches Gift wurde aufgenommen (Reste mitbringen, Verpackung mitbringen)
  3. Wie viel wurde aufgenommen?
  4. Erbrochenes mitnehmen

Tipp: Eine wichtige Vorsorgemaßnahme nach der Giftaufnahme, die Sie sofort als Tierbesitzer durchführen können, ist die Verabreichung von Aktivkohle. Aktivkohle verhindert die Giftaufnahme aus dem Darm in den Blutkreislauf. Je schneller die Aktivkohle verabreicht wird, umso besser die Wirksamkeit. Jeder Tierbesitzer sollte eine Notfall-Dosis vorrätig haben (bei uns erhältlich).

 

Häufig aufgenommene Gifte

 

Schneckenkorn

Dieses Gift wird vor allem von (neugierigen, jungen) Hunden sehr gerne aufgenommen. Die Aussage mancher Hersteller, das Gift sei harmlos für Haustiere ist leider irreführend.

Inhaltsstoff: Metaldehyd

Symptome

Meist treten schon nach 30 – 60 Minuten die ersten Symptome auf. Unruhe, Speicheln, Erbrechen mit Blut oder Giftgranulat, Durchfall, beschleunigte Atmung und Zittern bis zu Krämpfen mit Bewusstlosigkeit die zum Tod führen können.

Therapie

Sofort zum Tierarzt! Es gibt kein Gegengift, deshalb die Therapie darin das Gift aus dem Körper des Tieres zu bekommen. In leichten Fällen und zeitnaher Vorstellung beim Tierarzt wird das Tier zum Erbrechen gebracht, damit das Gift erst gar nicht in den Darm gelangt. In schweren Fällen wird mit Magen- und Darmspülungen, Infusionen und Aktivkohle die Giftwirkung unterbinden.

Bei Aufnahme großer Mengen und nicht sofortiger Therapie beim Tierarzt ist die Überlebensprognose sehr schlecht.

 

Rattengift

Meist nehmen die Tiere direkt den Giftköder auf und nicht wie oft vermutet ein vergiftetes Nagetier. Die Giftdosis einer toten Maus führt nur mit geringer Wahrscheinlichkeit zu einer Vergiftung bei Ihrem Haustier.

Inhaltsstoff: Cumarin und Cumarinderivate (v.a. Bromadiolen)

Symptome

Erste Symptome treten meist erst nach einigen Tagen auf. Durch die Hemmung der Blutgerinnung kommt es zu Blutungen der Schleimhäute, Nasenbluten und später zu Lungenbluten bis zum Tod. Blut im Kot hat viel öfter andere Ursachen als eine Cumarinvergiftung.

Therapie

Der Tierarzt hat die Möglichkeit ein Gegengift (Vitamin K) zu verabreichen. In frühen Vergiftungsstadien ist die Prognose sehr gut. Ist es allerdings schon zu großen Blutverlusten gekommen, ist eine Bluttransfusion notwendig.

Wichtig ist, dass lange genug therapiert wird (bis zu 4 Wochen), da die meisten Rattengifte verzögert wirken.

 

Frostschutzmittel

Tiere nehmen Frostschutzmittel aufgrund dessen süßen Geschmacks sehr gerne auf (Aufschlecken vom Garagenboden, Zerbeißen von Coolpacks).

Inhaltsstoff: Ethanol, Glysantin

Symptome

Die ersten Symptome sind oft Erbrechen, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Nach 1-2 Tagen kommt es meist zu einem lebensbedrohlichen Nierenversagen mit gesteigerter Wasseraufnahme und erhöhtem Harnabsatz.

Therapie

Sofort zum Tierarzt! Es ist ein Gegengift verfügbar, doch hat dies nicht jeder Tierarzt lagernd (vorher anrufen). Das Tier bedarf meist einer Intensivtherapie und im Stadium des Nierenversagens ist die Prognose oft als ungünstig zu bewerten.

 

Medikamente

Viele Medikamente für den Menschen sind für Tiere giftig oder unverträglich. Auch gibt es Unterschiede in der Verträglichkeit zwischen den einzelnen Tierarten. Am häufigsten Probleme machen Schmerzmittel, aber auch andere Medikamente sollten niemals ohne Absprache mit dem Tierarzt Ihrem Liebling verabreicht werden.

Inhaltsstoff: je nach Präparat (z.B. Ibuprofen)

Symptome

Schmerzmittel führen bei unsachgemäßer Verabreichung zu schweren Magen- und Darmgeschwüren bis zu deren Durchbruch mit anschließender Bauchfellentzündung. Symptome sind Erbrechen von Galle und/oder Blut, teerartiger Stuhl (verdautes Blut), Bauchschmerzen, Mattigkeit und Appetitlosigkeit. Auch Nierenversagen und Blutarmut können die Folge sein.

Therapie

Sofort zum Tierarzt! Die Behandlung besteht darin die Magen- und Darmschleimhaut zu schützen. Bei schweren Fällen ist eine intensivere Therapie mit Infusion in Betracht zu ziehen. Bei zu starkem Voranschreiten der Geschwüre kann versucht werden diese mittels Operation zu schließen. Die Prognose ist in diesem Stadium ungünstig.

Achtung: Niemals Medikamente herum liegen lassen! Manche Tiere neigen dazu diese vom Tisch zu stehlen.

 

Zeckenschutzmittel

Für Katzen sind Zeckenschutzmittel mit dem Inhaltsstoff Permethrin, der von Hunden problemlos vertragen wird und eine sehr gute Wirksamkeit besitzt, nicht vertragen!

Inhaltsstoff: Permethrin

Symptome

Meist kommt es schon kurz nach dem Auftragen des Mittels zu den ersten Symptomen. Unruhe, Speicheln, beschleunigte Atmung und Zittern bis zu Krämpfen die zum Tod führen können sind die Anzeichen für eine Permethrinvergiftung.

Therapie

Sofort abwaschen und zum Tierarzt! Der Tierarzt kann kein Gegengift verabreichen. Es kann lediglich eine Behandlung der Krämpfe und eine schnellere Ausscheidung des Giftes durch Medikamente und Infusionen herbeigeführt werden. Die Prognose ist als vorsichtig anzusehen.

 

Lebensmittel

Hier möchte ich nur die wichtigsten Lebensmittel anführen, die Sie Ihrem Vierbeiner nicht verfüttern sollten:

  • Schokolade (vor allem mit hohem Kakaoanteil)
  • Kakao
  • Kaffee
  • Zwiebel
  • Knoblauch
  • Weintrauben
  • Macadamia-Nüsse

 

Giftpflanzen

Hier möchte ich nur die am häufigsten vorkommenden Pflanzen anführen, die für Ihrem Vierbeiner giftig sein können:

  • Dieffenbachie
  • Weihnachtsstern
  • Eibe
  • Maiglöckchen
  • Oleander
  • Lilien (für Katzen schon bei Hautkontakt gefährlich)

 

Unter folgendem Link erhalten Sie detailliertere Informationen zu Erste-Hilfe-Maßnahmen und zu den einzelnen oben beschriebenen Giften:

http://www.erste-hilfe-beim-hund.de/cgi-php/rel00a.prod/joomla/Joomla_1.6/index.php/vergiftungen

Unter diesem Link können Sie alle möglichen Gifte eingeben und erhalten wissenschaftliche Informationen dazu:

http://www.vetpharm.uzh.ch/perldocs/index_x.htm

Im Zweifelsfalle immer eine/n Tierarzt/ärztin kontaktieren!

Der geriatrische Patient
In Bearbeitung
Flohbefall
Symptome bei einem Flohbefall?

Die Tiere kratzen sich ständig, dadurch kann das Haarkleid an manchen Stellen schütter werden, oder auch sehr matt und glanzlos aussehen. Blutige Kratzspuren am ganzen Körper, eitrige Hautentzündungen, Abmagerung und Mattigkeit können auch die Folge eines massiven Flohbefalls sein. Flöhe sind ca. 2-3 mm groß, braun und seitlich abgeflacht. Sie lieben vor allem Rücken und Halsbereich. Kleine schwarz-braune Punkte (Flohkot) im Fell deuten auf Flöhe hin. Gibt man diese Punkte auf eine weiße Küchenrolle und benetzt sie mit Wasser, wird Flohkot rot – im Gegensatz zu Schmutz, der braun oder schwarz bleibt.

Achtung vor ,,natürlichen“ Flohbekämpfungsmittel!

Pflanzliche Präparate wirken in der Regel sehr unzuverlässig oder gar nicht. Als natürliche Alternative werden häufig ätherische Öle angeboten.

VORSICHT: Katzen werden durch ätherische Öle stark irritiert, was unter Umständen zu Hautreaktionen, Haarausfall und starkem Erbrechen führen kann.

Wie bekämpfe ich den Flohnachwuchs in der Umgebung?

Ein wesentlicher Aspekt erfolgreicher Flohbekämpfung ist die Einbeziehung der Tierumgebung. Flöhe sind nur zur Blutmahlzeiten auf dem Tier zu finden. 90% der erwachsenen Flöhe halten sich in Bodenritzen, Teppiche, Betten, etc. auf. Werden sie dort nicht zuverlässig ausgerottet, kommt es zu ständigem Neubefall, der jede Flohbekämpfung am Tier Sinnlos erscheinen lässt. Bei einem extremen Flohbefall kann man in Form von Umgebungssprays und Raumverneblern die Flöhe und deren Nachwuchs bekämpfen. Die chemische Behandlung von Wohnräumen sollte grundsätzlich sparsam und gezielt und unter strikter tierärztlicher Anleitung erfolgen.

Wirkungsvoll ist zusätzlich tägliches Staubsaugen, auch der Staubsaugerbeutel muss häufig gewechselt werden.

Warum wirken manche Präparate nicht so richtig?

Zum Teil liegt es daran, dass sich resistente Flohstämme von bestimmten Produkten nicht mehr abtöten lassen. Häufig ist die gewählte Zubereitung für das betreffende Tier nicht geeignet oder sie wird nicht im vorgeschrieben Zeitabstand angewandt.

Entwurmen nicht vergessen!

Flöhe sind Überträger der Bandwurmeier. Wenn der Hund oder die Katze die Flöhe fressen können sich diese mit Würmern infizieren. Deshalb sollte eine Flohbekämpfung grundsätzlich immer mit einer Entwurmung kombiniert werden.

Fortpflanzung bei der Hündin

Läufigkeit

Die meisten Hündinnen werden alle 5 - 8 Monate läufig. Die Läufigkeit dauert insgesamt etwa 3 - 4 Wochen. In der ersten Phase der Läufigkeit (Proöstrus) hat die Hündin „blutigen“ Scheidenausfluss. Dadurch angelockte Rüden werden aber meistens abgewehrt.

In der zweiten Phase der Läufigkeit (Östrus) wird dieser Ausfluss klar. Im Östrus gibt es einige Tage, an denen die Hündin „aufnahmebereit“ ist. Sie ist dann besonders attraktiv für Rüden und würde sich auch decken lassen.

Kastration

Eine Methode ist die Kastration. Damit ist die vollständige chirurgische Entfernung der Eierstöcke gemeint. Die Hündin kann dann nicht mehr läufig werden und nie wieder Junge bekommen.
Ein großer Vorteil der Kastration ist, dass kastrierte Hündinnen seltener Gesäugetumoren bekommen als andere. Eitrige Entzündungen der Gebärmutter werden weitgehend ausgeschlossen und auch Scheinträchtigkeiten verhindert.

Einige Hündinnen neigen nach der Kastration zur Gewichtszunahme. Hier hilft nur Bewegung und Maßhalten bei der Fütterung. Manche Hündinnen, vor allem große Rassen, entwickeln nach der Kastration eine Blasenschwäche, die sich meist unter Behandlung bessert, aber nicht immer. Veränderungen des Haarkleids nach einer Kastration können außerdem vorkommen.

Hormonbehandlung

Es gibt neben der Kastration eine weitere Möglichkeit, die Läufigkeit zu verhüten. Dafür bekommt die Hündin in der Zeit zwischen zwei Läufigkeiten ein Hormon, ein sogenanntes Gestagen, injiziert. Das Hormon hat eine Langzeitwirkung und muss alle 4 - 5 Monate gegeben werden. Bei den meisten Hündinnen lässt sich auf diese Weise eine Läufigkeit problemlos über viele Jahre hinweg unterdrücken.
Als Vorteil ist anzusehen, dass keine Operation notwendig ist und dass die Behandlung jederzeit wieder abgebrochen werden kann. Bei den meisten Hündinnen stellt sich dann nach einigen Monaten wieder ein normaler Sexualzyklus ein, und sie können wieder Nachwuchs bekommen. Allerdings haben auch einige mit Gestagenen behandelte Hündinnen Gewichtsprobleme, denen man mit viel Bewegung und reduzierter Kost begegnen sollte. Auch die Wahrscheinlichkeit einer Gebärmutterentzündung kann unter Hormonbehandlung höher sein.

Scheinträchtigkeit

Die Vorfahren unserer Hunde waren Wölfe, die in einem Rudel lebten. In der Regel hatte zunächst die ranghöchste Wölfin Nachwuchs, bei gutem Futterangebot auch noch eine weitere Wölfin.
Meistens gab es jedoch nur einen Wurf und einen harten Kampf ums Überleben. Dass die Weibchen einen Sexualzyklus hatten, der auch ohne vorhergehende Trächtigkeit zur Milchproduktion führen konnte, war für die Welpen manchmal wichtig zum Überleben. Wenn die Mutter durch Krankheit oder Tod ausfiel, konnten andere Wölfinnen die Wurfpflege und das Säugen übernehmen. Dieses wölfische Erbe nennt man Scheinträchtigkeit.

Symptome treten meist 1-2 Monate nach der Läufigkeit auf. Die Milchdrüsen der Hündinnen schwellen an und oft tropft sogar Milch aus den Zitzen. Die Hündinnen zeigen Brutpflegeverhalten: sie bauen ein „Nest”, schleppen verschiedene Gegenstände dort hinein und bewachen und behüten diese wie ein Junges. Sie können dabei sogar recht aggressives Verhalten zeigen. Dies ist ein völlig normales Verhalten, welches auch wieder verschwindet, sobald die Scheinträchtigkeit nachlässt. Man kann versuchen die Hündin möglichst viel zu beschäftigen, damit sie abgelenkt ist. Das intensive Lecken des Gesäuges regt die Milchproduktion an und kann die Scheinträchtigkeit verlängern. Wenn sich die Hündin nicht ablenken lässt, sollten Sie sie jedoch besser gewähren lassen, da die Hündin sich bedroht fühlen kann und dann oft heftig darauf reagiert.
Bei starker und übermäßig langer Milchproduktion gibt es mittlerweile auch Medikamente, die helfen, übermäßige Milchproduktion zu unterdrücken.
Hund & Kind

Ein kindertauglicher Hund ist keine Frage nach der Hunderasse, die Frage lautet: Wie gewöhne ich einen Hund an ein Baby oder Kind? Leider zeigen Unfallstatistiken das Kinder zweimal häufiger als Erwachsene gebissen werden, und das passiert meist Zuhause oder im Freundeskreis. Im Allgemeinen wird von Hunden oft erwartet, dass sie alles tolerieren, was ein Kind mit ihnen macht.

Menschen drücken ihre Gefühle hauptsächlich über die Mimik aus. Aber auch Tiere, die ein komplexes Sozialgefühl haben, benutzen ihre Gesichtsmuskeln als eine Form der Kommunikation mit Artgenossen. Die wenigsten Hunde werden mit Kindern sozialisiert und es fällt ihnen schwer Kinder in die Kategorie „Mensch“ einzuordnen und nicht in die Kategorie „Beute“. Auch Kinder haben Schwierigkeiten Mimik und Körpersprache eines Hundes zu interpretieren.

Es ist wichtig, dass der Hund Grundkommandos auch in ungewohnten Situationen befolgt und warten kann bis er an der Reihe ist. Hat der Hund bereits einen guten Grundgehorsam, stellt sich die Frage nach unerwünschten Verhaltensweisen, wie stark ausgeprägtes Territorialverhalten oder Beuteneid. Mit einer Puppe kann man Situationen des Alltages nachspielen, z.B. lernt der Hund ruhig liegen zu bleiben, egal was man mit dem Baby im Kinderwagen oder Autositz macht. Weiteres gilt auch schon in der Schwangerschaft zu planen welche Tabuzonen es im Wohnbereich für den Hund gibt.  Von Vorteil ist es auch dem Hund einen Rückzugsort zu beschaffen, welcher für das Kind unzugänglich ist.

Um Hundebisse vorzubeugen muss man wissen wie sein Hund in Stresssituationen reagiert. Erste Stresssignale wie Gähnen, Blinzeln oder Wegschauen muss der Besitzer erkennen können. Wenn sich der Hund plötzlich wegdreht oder an einen andere Platz geht muss ich dem Kind erklären, dass es nicht nachlaufen darf. Richtig wäre schon bei ersten Stresssignalen den Hund und das Kind zu trennen, den Hund in Ruhe lassen und ihn später schrittweise an die neue Situation gewöhnen.

Um Konkurrenz zu vermeiden müssen Babyspielsachen und Hundespielzeug getrennt werden. Gefährliche Situationen können durch bewegliches Spielzeug wie einen Ball entstehen. Der Hund sollte das Apportieren perfekt beherrschen. Das heißt, der Hund bleibt auf den Boden liegen bis das Kommando holen kommt.

 

Folgende Punkte sind für ein harmonisches Zusammenleben hilfreich:

  • Kennenlernen Hund und Kind

  • Ankunft mit dem Baby vorbereiten, sich Zeit nehmen

  • Aus dem Krankenhaus Windeln oder Babydecke mitnehmen damit der Hund den Geruch des Kindes kennenlernt

  • Hund darf sein Frauli wie gewohnt begrüßen bevor er dem Baby begegnet, inzwischen wartet z.B. der Vater mit dem Baby im Auto

  • Eine Person kümmert sich um das Baby, eine um den Hund

  • Hund darf das Baby kennenlernen 

  • Mit Lob oder Leckerlies positive Assoziationen zum Kind erzeugen

  • Auch bei kurzem Verlassen des Raumes entweder Hund oder Kind mitnehmen

  • Tabuzonen für den Hund schaffen (Wickelbereich, Kinderzimmer, Sofa,...)

  • Ruhezone für den Hund (für Kind unerreichbar)

  • Einrichtung überdenken (keine Sackgassen zwischen Wände und Sofa, Tisch,...)

  • Hund bleibt während der Familienmahlzeit im Bett

 

Ohrenreinigung und Verabreichung von Ohrentropfen
Folgender Link zeigt Ihnen wie man eine effektive Ohrreinigung bei seinem Vierbeiner durchführt. Ohrreinigung bei Hunden (Video Fa. Dechra)
Impfleitlinien für Hund und Katze (Stand 2017)
Die Impfung ist eine sehr wirkungsvolle und schonende Methode, um bestimmte Infektionskrankheiten zu verhindern. Die Notwendigkeit von Impfungen ist unbestritten. Für Hunde und Katzen ist eine große Anzahl von Impfstoffen verfügbar,  die gegen eine Vielzahl von Infektionserregern gerichtet sind. Ihr Einsatz war in der Vergangenheit in starren Impfschemata festgelegt. Dies führte dazu, dass regelmäßig geimpfte Tiere zwar hervorragend geschützt waren, aber häufiger als notwendig geimpft wurden.

Die veterinärmedizinische Universität hat unter Berücksichtigung von neuen Forschungsergebnissen und der Entwicklung modernerer Impfstoffe vor allem folgende Änderungen für eine zeitgemäße Schutzimpfung Ihres Lieblings herausgearbeitet: 

  • eine lückenlose Grundimmuniserierung (8., 12., 16. und 52. Lebenswoche) beim Welpen/Jungtier ist für einen andauernden Impfschutz unumgänglich
  • einzelne Impfkomponenten haben einen Mindestschutz von drei Jahren und müssen nicht mehr jährlich nach geimpft werden
  • manche Impfkompenenten werden ab Erreichen des mittleren bzw. höheren Alters komplett weggelassen
  • nur mehr einzelen Impfungen müssen jährlich nachgeimpft werden um einen sicheren Impfschutz zu erreichen (Hund: Leptospirose, Katze: Katzenschnupfen)
  • individuelle Impfschemata, die an die Lebensart und das Risiko einer Ansteckung Ihres Vierbeiners angepasst sind, sollten mit dem Tierarzt besprochen werden
  • ZIEL: so wenig wie möglich impfen und gleichzeitig den bestmöglichen Schutz gewährleisten

Unter folgendem Link finden Sie die aktuelle Version der Impfrichtlinien für Hund und Katze. Impfleitlinie 2017

Verletzte Wildtiere
www.tierrettung-ooe.at
Notrufnummer der Oö. Tierrettung 0664/3220404
Die österreichische Tierrettung hilft Ihnen beim Einfangen, Transport und der Versorgung von Fundtieren oder verletzten Wildtieren weiter.
Kastrationspflicht von Katzen und Meldung von Zuchtkatzen
Mit der Novelle des Tierschutzgesetzes vom 25. April 2017 sind Änderungen bezüglich der Kastration von Katzen eingeführt worden. Mit der generell bestehenden Kastrationspflicht soll die Zahl der streunenden Katzen vermindert werden, die vermehrt schweren Infektionskrankheiten, Verletzungen durch Kämpfe um weibliche Tiere, Schwächung durch häufig aufeinander folgende Geburten, hoher Welpensterblichkeit, schlechter Versorgung, Verwurmung und Hautparasiten ausgesetzt sind (Text vom Bundesministerium für Gesundheit).

Verpflichtende Kastration von Katzen

Die 2. Tierhaltungsverordnung sieht vor, dass sowohl weibliche als auch männliche Katzen, die mit regelmäßigem Zugang ins Freie gehalten werden, von einem Tierarzt kastrieren zu lassen sind, sofern diese Tiere nicht zur Zucht verwendet werden.  

Neue Definition des Begriffs „Zucht“ laut § 4 TSchG

Zucht: Fortpflanzung von Tieren unter Verantwortung des Halters durch

a) gemeinsames Halten geschlechtsreifer Tiere verschiedenen Geschlechts oder

b) gezielte oder nicht verhinderte Anpaarung oder

c) das Heranziehen eines bestimmten Tieres zum Decken oder

d) durch Anwendung von Techniken der Reproduktionsmedizin.

Somit fallen alle Katzen, die gezielt gezüchtet werden oder deren Fortpflanzung durch den Halter bewusst ermöglicht bzw. nicht verhindert wird, gemäß der Definition des Tierschutzgesetzes unter den Begriff einer Zuchtkatze. Auch wenn die für das Decken eingesetzten männlichen Tiere nicht zugeordnet werden können (kann z.B. beim Freigang der Fall sein) handelt es sich um eine Zucht im Sinne des Tierschutzgesetzes.

Melde- bzw. Bewilligungspflicht für Zuchtkatzen

Gemäß § 31 Tierschutzgesetz ist die Zucht von Tieren bei der Behörde meldepflichtig bzw. im Falle einer gewerblichen oder sonstigen wirtschaftlichen Tätigkeit sogar bewilligungspflichtig.

Kennzeichnung und Registrierung von Zuchtkatzen

Durch die in der angeführten Novelle des Tierschutzgesetzes festgelegten Bestimmungen sind Zuchtkatzen mittels eines isozertifizierten, elektronisch ablesbaren Microchips durch einen Tierarzt kennzeichnen zu lassen und in weiterer Folge auch zu registrieren. Mit dieser Bestimmung sollen Katzen, mit denen gezüchtet wird, eindeutig einem Halter zugeordnet werden können. Die Kennzeichnung und Registrierung bereits gehaltener Zuchtkatzen muss bis 31. 12. 2018 erfolgen. Jungtiere, die für die Zucht verwendet werden sollen, sind spätestens vor Ausbildung der bleibenden Eckzähne zu kennzeichnen und innerhalb eines Monats nach der Kennzeichnung zu melden. Diese Bestimmung (§ 24a Abs. 3a, 4a Tierschutzgesetz) ist mit 1.1.2018 in Kraft getreten. Diese Vorgaben sind auch von Landwirten, die am Hof Katzen mit Freigang halten, zu berücksichtigen.

Kontrolle der Einhaltung des TSchG

Die Amtstierärzte der Bezirksverwaltungsbehörden kontrollieren die Haltung von Katzen. Bei unkastrierten freilaufenden Katzen wird der Katzenhalter dazu aufgefordert, diese zu kastrieren. Tut er das nicht, droht laut Tierschutzgesetz § 38 (3) eine Verwaltungsstrafe von bis zu 3.750 Euro. Im Wiederholungsfall kann die Strafe sogar bis zu 7.500 Euro hoch sein.

Diverses
In Bearbeitung